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Digitaler Fingerabdruck beim Surfen

Im Internet ist alles so schön anonym, dies sollte man zumindest meinen. Darauf verlassen kann man sich aber nicht, denn wenn man nicht gewisse Schutzmaßnahme ergreift, ist jeder, der sich mit seinem Computer im Internet anmeldet, eindeutig identifizierbar.

Eindeutige IP-Nummer

Immer, wenn Sie mit Ihrem Computer ins Internet gehen (das gilt auch für Tablets und Handys), wird Ihnen eine eindeutige Nummer zugeordnet, die s.g. IP-Nummer (z.B. 68.123.534.23). Diese Nummer wird an jede Webseite, die Sie besuchen, gesendet, da können Sie zunächst einmal gar nichts dagegen machen. Das ist technisch einfach nötig und Fakt. Durch bestimmte Schutzmaßnahmen, wie z.B. das Surfen über Hide.io oder das Installieren von diversen Schutzprogrammen können Sie diese IP allerdings verschleiern. Diese Programme und Dienste bekommen Sie in den meisten Fällen auch nicht umsonst und Schutzmaßnahmen wie das Vidalia-Projekt machen das Surfen zu einer aufreibenden Nervensache: Meist wird es dann einfach schneckenlangsam. Der Erfolg ist aber nachweisbar, Sie surfen mit einer anderen IP, bei Hide.io sogar über ein "anderes Land" und bleiben auf diese Weise zwar nicht unsichtbar, aber immerhin anonym, wenn Sie sich nicht selbst, durch das, was Sie dann auf den Webseiten machen, verraten.

Alles umsonst?

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat nun durch eine Untersuchung nachgewiesen, dass es zumindest möglich ist, einzelne Besucher anhand eines "digitalen Fingerabdrucks" (fast) eindeutig wieder zu erkennen. Der Browser, mit dem Sie im Internet surfen, übergibt so viele Informationen, die, bis auf wenige Abweichungen, immer gleich sind.

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Selbst wenn Sie Ihre IP verschleiern und alles im Browser abschalten, also Cookies, Java und Javascript, bleiben noch genügend Informationen übrig, um Sie, sollten Sie die Webseite nochmals besuchen, wieder zu erkennen:

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Wie gefährlich ist das?

In meinen Augen gar nicht, sondern nur ein weiterer Hype, der komplett aufgeblasen daherkommt. Der Fingerprint kann zwar auf diese Weise berechnet werden, Sie bleiben aber immer noch komplett anonym, denn alleine durch dieses Verfahren lässt sich nicht feststellen, wer Sie sind. Es gibt für den Firefox ein Addon namens User Agent Switcher, mit dem Sie selbst bestimmen können, als welcher Browser Sie sich der Webseite präsentieren:

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Hier einmal das Ergebnis der Fingerprint-Berechnung mit dem Originalbrowser

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Und hier durch ein einfaches Wechseln des User-Agenten auf Android 0.5 Safari

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Die Werte sind nun bereits komplett unterschiedlich und so sind Sie und Ihr Browser überhaupt nicht mehr vergleichbar. Hier müssten weitere Algorithmen eingebaut werden, denn die installierten Schriften passen z.B. überhaupt nicht in ein Android-System.

Müssen Sie sich Sorgen machen?

Wenn Sie im Internet unterwegs sind und nichts Illegales vorhaben, dann müssen Sie sich sowieso keine Sorgen machen. Die bösen Buben machen sich auch durch diese "neue" Technik mit dem Errechnen des Fingerprint keine Sorgen, denn es reicht schon aus, bei jedem Besuch der Webseite den Rechner oder einfach nur ein paar kleine, wenige Parameter im Browser selbst zu ändern, um nicht mehr eindeutig identifiziert werden zu können. Und selbst wenn dies eines Tages mit besseren Berechnungen möglich sein sollte, dann wird Ihr Browser identifiziert, Sie selbst aber noch lange nicht.

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