Skip to content

WhatsApp wird nun überwacht!

WhatsApp-Freunde-einladen-658x370-12273d57385dced6

Da waren sich die Innenminister der Länder aber schnell einig: WhatsApp soll von nun an überwacht werden! Mir ist das ja ziemlich wumpe, denn ich habe nichts zu verbergen. Allerdings frage ich mich durchaus, wie die das machen wollen? WhatsApp verschlüsselt seine Nachrichten doch und Facebook, dem WhatsApp seit 2014 gehört, wird einen Teufel tun und diesen Code rausrücken.

Kriminelle kommunizieren über einen Messenger?

Also da bin ich schon ein wenig skeptisch, ob sich Menschen, die irgendein Ding drehen wollen, dies tatsächlich offen über WhatsApp besprechen. Ich halte das für reines Wunschdenken der Politik, so etwas machen doch nur komplett Bescheuerte. Welcher Idiot bespricht denn einen Bankraub oder irgendein krummes Ding über den WhatsApp-Messenger? Und würden die dann nicht z.B. Threema benutzen, das seine Nachrichten ebenfalls verschlüsselt?

Und wie soll das dann gehen?

Beim Messenger Threema, dessen Server in der Schweiz stehen, müssten die Verfolgungsbehörden direkt auf dem Server eine Software installieren, die die Nachricht noch vor der Verschlüsselung als Klartext abfängt. Das funktioniert aber nicht, weil die Nachricht bereits auf dem Handy des Versenders verschlüsselt wird und somit unlesbar auf dem Server in der Schweiz ankommt.

Ein Trojaner muss her!

Und hier soll das neue Gesetz greifen: Die Nachricht soll mittels Trojaner noch vor der Verschlüsselung auf dem Handy abgefangen werden, z.B. in dem die Eingaben der Tastatur abgefangen werden. Dazu brauchen die Behörden Zugriff auf das Handy, z.B. durch eine Hausdurchsuchung und eine Beschlagnahmung. In der Zeit wird dann der Trojaner aufgespielt und das Handy zurückgegeben. Wie dieser Trojaner auf das Handy oder den PC kommen soll, das weiß ich nicht. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Behörden, die so ein Teil benutzen, nicht einfach in die Wohnung eines Verdächtigen eindringen dürfen, um die Trojaner zu installieren, was ich schon als schwierig erachte, wenn der PC oder das Handy des Verdächtigen ein Passwort braucht oder der PC vielleicht sogar mit einem Root-Passwort versehen ist.

Dieser Trojaner, auch Bundestrojaner genannt, muss sehr hohe Hürden überwinden, bevor er überhaupt eingesetzt werden darf. Und was noch viel wichtiger (und schwieriger) ist: der darf auch nicht alles! Der CCC hat die erste Version des Trojaners gestoppt, weil sie nachgewiesen haben, dass die Software vollen Zugriff auf alle Daten des infizierten Rechners oder Handys hatte und das war nicht erlaubt! Erlaubt sind ausschließlich das Anfangen von Telekomunikationsdiensten, was ich technisch für völlig unmöglich halte.

Wer nach einer Hausdurchsuchung und Beschlagname von Hand und PC diese Teile dann nicht entsorgt oder neu aufspielt (Handy besser wegwerfen), der ist allerdings schlicht selbst schuld.

Kommentare spiegeln nicht die Meinung des Webseitenbetreibers dar, sondern die Meinung des Schreibers. Sollte einer der Kommentare Ihre Rechte verletzen, genügt eine Email an mich, ich werde den Kommentar dann zeitnah löschen! Es ist nicht nötig, mir einen Anwalt auf den Hals zu hetzen!
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
Derzeitige Beurteilung: keine, 0 Stimme(n) 186 Klicks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Formular-Optionen

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!