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Kinderschutz bei Google

Werden bei Ihnen zu Hause auch alle Suchanfragen, die das Internet betreffen, über Google abgewickelt? Machen Sie sich dabei auch oft Sorgen, dass Ihre Kinder auf Webseiten treffen, auf die Sie lieber nicht gehen sollten? Für diese Ängste hat Google schon seit Langem einen Filter eingebaut, der sich SafeSearch nennt und drei Einstellungen zulässt:

  1. Strikten Filter verwenden
  2. Moderaten Filter verwenden
  3. Keinen Filter verwenden

Diese Optionen finden Sie, wenn Sie im Google-Fenster recht oben auf Sucheinstellungen klicken. Wenn Sie minderjährige Kinder haben, sollten Sie den Strikten Filter aktivieren, der 99,9% aller pornographischen Inhalte, egal ob Text oder Bild, herausfiltert.

Seit Neuem geht Google nun noch einen Schritt weiter, denn Sie können diesen Filter nun sperren. Dafür brauchen Sie ein Google-Konto, ohne geht es leider nicht. Gehen Sie dazu auf http://googlemail.com und klicken dort auf

gmail001

Geben Sie unter Vorname und Nachname ruhig einen falschen Namen an, Google muss ja nicht alles wissen. Anschließend denken Sie sich einen Anmeldenamen aus, so wird dann Ihre Emailadresse lauten. Lassen Sie die Verfügbarkeit prüfen, denn Google hat Nutzer im dreistelligen Millionenbereich! Denken Sie sich danach ein Passwort aus.

Wenn Sie auf Angemeldet bleiben klicken, dann sind Sie immer in Ihrem Account angemeldet, wenn Sie Google benutzen. So funktioniert auch das bereits aktivierte Webprotokoll nur, wenn Sie bei Google eingeloggt sind. Google speichert dann alles, und ich meine wirklich alles, was Sie auf der Googleseite machen.

Der nächste Absatz ist wichtig und Sie sollten sich merken, was Sie hier eingeben. Sollten Sie nämlich einmal das Passwort für den Google-Account vergessen, wird Google Ihnen das Passwort an die hier hinterlegte Emailadresse (Alternative Emailadresse) schicken. Wenn Sie zu den ganz Paranoiden gehören, geben Sie hier eine Adresse an, die Sie für diverse Dinge im Internet benutzen, also das Anmelden bei Foren, Communities usw. Sie können hier aber auch Ihre Standard-Emailadresse angeben, damit Sie Sicherheit haben, dass Ihnen das Passwort auch zugestellt wird. Ich habe aber keine Ahnung, ob Google diese Emailadresse für eigene Zwecke verwendet. Ich kann das allerdings auch nicht ausschließen.

Wenn Sie alles richtig gemacht haben wird Ihnen auf der folgenden Seite angeboten, einen Bestätigungscode auf Ihr Handy, oder auf das Festnetz schicken. Diese Telefonnummer scheint, ich sage extra “scheint”, bei Google nicht für andere Zwecke benutzt zu werden. Ich jedenfalls habe ich mir den Code auf mein Simyo-Handy schicken lassen. Geben Sie den Code in das nächste Feld. Damit ist Ihr Konto eingerichtet und aktiviert.

SafeSearch sperren

Gehen Sie nun wieder auf die Googleseite. Wenn Sie nicht eingeloggt sind, holen Sie das nach und klicken Sie zunächst (wieder rechts oben) auf Einstellungen, im Popup dann auf Sucheinstellungen. Etwa in der Mitte des Browserfensters sehen Sie:

gmail002 Klicken Sie auf Strikten Filter verwenden, danach auf SafeSearch-Sperre aktivieren. Auf der nächsten Seite müssen Sie sich, zu Ihrer Sicherheit, nochmals einloggen. Geben Sie Ihr Passwort ein und drücken Sie auf Anmelden.

gmail003 Wenn Sie nun auf SafeSearch für Änderungen sperren klicken, arbeitet Google eine Weile:

gmail004 Haben Sie etwas Geduld, der Vorgang kann bis zu zwei Minuten dauern. Im Ergebnissfenster erklärt Ihnen Google dann, dass die Sperre nur teilweise funktioniert hat, das sollte aber kein Problem darstellen. Gehen Sie zurück auf Sucheinstellungen und schauen Sie nach, ob Sie den SafeSearch-Filter eingeschaltet haben:

gmail005 Sollte dies nicht der Fall sein, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Firefox (Browsercache löschen)
    Klicken Sie auf Extras/Neueste Chronik löschen, im Chronikfenster auf Details. Machen Sie vor allem das Häkchen bei Cache und drücken Sie auf Jetzt löschen
  • Internet Explorer (Browsercache löschen)
    Schalten Sie zunächst die Menüleiste wieder ein (Extras, Symbolleisten, Menüleiste). Im Menü klicken Sie auf Extras, Internetoptionen. Im Registerreiter Allegemein finden Sie in der Mitte den Browserverlauf. Klicken Sie dort auf Löschen, klicken Sie alles an und dann nochmals auf Löschen.

Führen Sie nun die Schritte zur Sperre nochmals durch. Wenn es immer noch nicht klappt, versuchen Sie es morgen nochmal. Auch bei mir hat es mehrere Anläufe gebraucht, bis es geklappt hat.

Ein paar wichtige Punkte zur SafeSearch-Sperre:

  1. Es wird nur die Einstellung (Filter) gesperrt, die Sie angegeben haben!
  2. Für jeden installierten Browser muss die Sperre separat ausgeführt werden!
  3. Löschen Sie den Browsercache, wie oben beschrieben, ist auch die Sperre weg!
  4. Sie können sich aus dem Google-Account abmelden, die eingerichtete Sperre funktioniert trotzdem (bis Sie den Browsercache leeren)!
  5. Unterschätzen Sie niemals den Einfallsreichtum Ihrer Kinder. Wenn Google gesperrt ist und Ihr Kind etwas finden will, dann weicht es eben auf die tausend anderen Suchdienste aus.
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Kommentare

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johnny am :

Naja, Kinder müssen auch lernen, dass sie nicht in Watte gepackt werden. Wenn man mal auf was schockierendes stößt ... im Internet gibt es da genug von. Dann hat man vielleicht mal Redebedarf, sollte in einem gutem Elternhaus ja auch problemlos möglich sein. Dann lernt man den verantwortungsvollen Umgang von ganz alleine. Google SafeSearch hat aber einen anderen Vorteil: Es schult die Medienkompetenz. Oh, es gibt auch nicht-Google Suchmaschinen, die mehr als nur Teletubbies anbieten! Oh, ich kann auch einen anderen Browser verwenden. Oh, Firefox hat ja schöne Anti-Googlecookie Addons

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