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Haut- und Narbensarkoidose

Im Dezember 2008 hatte ich die Hoffnung, das meine Sarkoidose einfach verschwindet und das tat sie dann auch. Ein Jahr später, Weihnachten 2009, waren nicht nur sämtliche Knötchen - und das waren eine Menge davon - unter meiner Haut verschwunden, sondern es hatten sich auch sämtliche Narben, die bei der Haut- und Narbensarkoidose blutrot werden und anschwellen, zurückgebildet. Bis jetzt  hatte ich davor Ruhe und man denkt, das Schlimmste überstanden zu haben. Alle Ärzte, bei denen ich 2008 war, sprachen davon: "Manchmal geht die Sarkoidose einfach weg!".

Bei mir war sie zwar komplett weg, alle Narben sahen wieder wie alte Narben aus, die begleitenden Schmerzen (wenn man sich eine solche Narbe irgendwo anstößt, was sich beim Ellenbogen und beim Zeigefinger meistens nicht vermeiden lässt) waren ebenfalls verschwunden sowie alle, wirklich alle Knötchen unter der Haut. Nach dem dummen Spruch - "Die Hoffnung stirbt zuletzt" - ist meine Hoffnung nun ebenfalls gestorben, denn die Sarkoidose hat mich wieder voll erwischt.


Vor ein paar Wochen begann es wieder, still und heimlich. Als Kind trennte ich mir einmal die Fingerkuppe des Zeigefingers der rechten Hand ab und diese Narbe begann zu wachsen. Die Narben eines Fahrradunfalls am linken Ellenbogen färbten sich wieder blutrot und je nach Wetterlage, das ist kein Witz, schwellen sie an. Weitere Narben, fast alle mehr als 15 Jahre alt, beginnen sich ebenfalls wieder zu verfärben.

Was sich die Ärzte in der Uniklinik Würzburg allerdings nicht erklären können ist die Tatsache, dass nicht alle Narben von diesem Wachstum betroffen sind. Ich habe mir, während meiner Kochlehre, einmal sehr tief in den linken Daumen geschnitten, wurde während meiner Bundeswehrzeit am Hoden operiert, habe mir bei einer Schlägerei (is ja gut) Narben an den Augenbrauen zugezogen, usw. Alle diese Narben verhalten sich vollkommen normal und sind auch schon älter. Jüngere Narben weisen überhaupt kein auffälliges Verhalten auf. Was mich bei der OP-Narbe am und im Hoden natürlich freut. Nicht auszudenken!

Knötchen bilden sich noch keine, worüber ich nicht gerade unglücklich bin. Mit den Narben, den dazugehörenden Schmerzen kann ich leben, aber diese Knötchen können einem den Spaß am Leben echt vermiesen. Ich sollte Cortison bekommen, doch mal ehrlich, wer will das? Ein Freund von mir bekommt gerade das Zeugs und läuft rum wie ein aufgeblasener Luftballon. Nein, danke, ich bin schon dick genug! Da halte ich das lieber aus. Meine Devise lautet: "Nicht die Krankheit bekommt mich in den Griff, sondern ich bekomme die Krankheit in den Griff!". Bis jetzt konnte ich alles mit leichten Schmerzmitteln regeln.


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